Krieg und Frieden

Aktualisiert: 17. Sept 2019

Wir haben den 21. Juni 217 v.Chr.


Dichter Nebel liegt an diesem Morgen über dem Trasimenischen See.

Die Schlacht gegen den karthagischen Feldherrn Hannibal steht unmittelbar bevor. Der römische Konsul Gajus Flaminius glaubt zwar an den Sieg des Römischen Reiches, doch das wird ihm teuer zu stehen kommen. Fünfzehntausend Legionäre - darunter auch Gajus Flaminius selbst - sind an diesem Tag gefallen und zehntausend Römer in Gefangenschaft geraten. Eine katastrophale Niederlage für das Römische Reich.

Über 2000 Jahre später sind keine Spuren mehr dieser kriegerischen Auseinandersetzung zu erkennen. Die einzige Bedrohung, die allerdings nicht ganz so gefährlich ausfällt, stellen eine eifrige Italienerin und ein zielstrebiger Deutscher dar, die sich zum Weingut des Herrn Berioli begeben, um diesem einen Besuch abzustatten.

Das Gebiet umfasst die sanften und grünen Hügel um den Trasimenischen See und befindet sich nur wenige Kilometer von der Universitätsstadt Perugia entfernt. Wir befinden uns vor den Toren des kleinen und charmanten mittelalterlichen Dorf Montesperello di Magione.


Trasimeno - See Panorama

Eine Weinprobe steht auf dem Programm (worauf mein Mann sich schon das ganze Jahr gefreut hat...)

Sven hat schon das eine oder andere Mal den "berühmten" umbrischen Grechetto verkosten dürfen, aber in seiner Heimat hat er ihn bis heute nicht finden können. Dieser Grechetto scheint wohl noch recht unbekannt zu sein.


Gelegen auf einem Hügel im Herzen der umbrischen Landschaft, genießen die Reben einen herrlichen Sonnenstrahl und profitieren somit von mildem Einfluss des Seeklimas.

Empfangen werden wir von Herrn Berioli selbst, seiner Mitarbeiterin Elisabetta und einer getigerten Schmusekatze.

Während die Weinprobe noch in vollen Zügen läuft, erfahren wir immer mehr über die Geschichte des Weinguts:

Die Familie Berioli hat sich schon seit Beginn des 20. Jahrhundert dem Anbau vom Weinreben, Oliven und Weizen gewidmet.




Berioli Weinberg

Die sorgfältige Pflege des Weingartens garantiert jedes Jahr eine Lese aus gesunden und reifen Trauben; durch die technischen Errungenschaften der letzten Jahre und die Umstrukturierung und Neupflanzung neuer Weinberge, ist das Unternehmen bereits auf 12 Hektar Rebfläche gewachsen.


Während der Merlot, der Sangiovese und der Cabernet Sauvignon die wichtigsten angebauten, roten Rebsorten repräsentieren, werden die Weißweine aus dem Grechetto, Chardonnay und Trebbiano Toscano hergestellt. Es war harte Arbeit, aber dank der Erfahrung, dem Wille und der technischen Vorbereitung des Besitzers Roberto Berioli, haben die erzeugten Weine im Laufe der Jahren ein hohes Qualitätsniveau erreicht und wurden auf der Berliner Weintrophy 2019 sogar mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet.


Es wurden zahlreiche technische Innovationen eingeführt, obwohl die Wahrung der Traditionen immer noch von großer Wichtigkeit ist. Den verschiedenen Phasen des Weinbaus muss dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, "weil der Wein auf dem Weinberg geboren wird." Die Traubenlese erfolgt streng von Hand und die Trauben werden nur wenige Stunden nach der Ernte gekeltert.

Die Liebe zur Landschaft hat die Familie dazu veranlasst, ihre Landwirtschaft ökologisch zu gestalten. Für Herrn Roberto spielt eine ethische Herangehensweise eine große Rolle, da er es für wichtig hält, den menschlichen Eingriff auf das umherliegende Ökosystem einzuschränken. Zusammen mit seiner Frau Cristina, seinen Kindern Matteo und Assunta und ihren jeweiligen Familien wird die Tradition aus tiefer Liebe zur Heimat fortgeführt - quasi als ein kulturelles Erbe - und von einer Generation zur nächsten weitergegeben.


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